Eine zeitgenössische institutionelle Architektur, in der funktionale Klarheit und natürliche Landschaft zu einem zugleich schützenden, lesbaren und nachhaltigen Ort verschmelzen.
Justizvollzugsanstalt
Trélazé, Frankreich
Realisierungswettbewerb mit GU-Angebot, 3. Platz
2025
APIJ
Bouygues Bâtiment, A26, WTFA
KDSL
Eingebettet in eine landwirtschaftlich geprägte und bewaldete Landschaft entfaltet dieses institutionelle Projekt eine Architektur, die zugleich zurückhaltend, klar strukturiert und tief in ihrem Kontext verankert ist. Der Masterplan organisiert sich um eine kompakte und rationale Umfriedung, verstanden als schützendes Element, innerhalb dessen sich die Gebäude entlang klar hierarchisierter und effizienter Erschließungen anordnen.
Die architektonische Sprache basiert auf einfachen Volumen, die durch ein einheitliches, einseitig geneigtes Dach zusammengehalten werden, das sich über die Fassaden legt und eine durchgehende Skyline formt. Diese schützende Linie, in Grau-Grün- und Grau-Blau-Tönen ausgeführt, tritt in Dialog mit dem angrenzenden Wald und der Landschaft der Loire, während helle Fassaden den Aufenthalts- und Arbeitsbereichen Licht und Ruhe verleihen.
Die Landschaft bildet ein zentrales Gestaltungselement des Projekts: Erhalt bestehender Waldstrukturen, großzügige pflanzliche Pufferzonen, eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung sowie die Integration von Bäumen innerhalb der Umfriedung. Jedes Gebäude ist so konzipiert, dass es beruhigende Ausblicke ins Grüne bietet und damit sowohl die Aufenthaltsqualität als auch die landschaftliche Einbindung stärkt.
Durch eine kontrollierte, nachhaltige und bewusst zurückhaltende Architektursprache entwickelt das Projekt eine starke Identität: ein funktionales, dauerhaftes und kontextsensibles Ensemble, in dem Sicherheit, Nutzung und Landschaft zu einer kohärenten und zeitgemäßen Gesamtkomposition verschmelzen.