Ein zeitgemäßes, flexibles und nachhaltiges Verwaltungsgebäude im Herzen eines neuen, sich wandelnden Stadtquartiers in Luxemburg.
Bureaux
Rue de la Déportation, Gasperich
En construction
2023 -
CFL Immo
SGI Luxembourg, Andrea Weier Paysagiste, E&E
9 800 m²
architecture + aménagement
Well Platinum, BREEAM Excellent
Das in der Rue de la Déportation in Gasperich gelegene Gebäude B5 befindet sich im Herzen eines Gebiets, das sich in einem umfassenden städtebaulichen Wandel befindet. Es ist Teil der Entwicklung eines neuen urbanen Zentrums, in dem Büroflächen, Mobilität und Wohnen miteinander verbunden werden. Dank seiner unmittelbaren Nähe zum Hauptbahnhof und zu einem künftigen multimodalen Verkehrsknotenpunkt verfügt das Projekt über eine hervorragende Erreichbarkeit, die durch den Fuß- und Radverkehr sowie die umliegenden landschaftlichen Verbindungen zusätzlich gestärkt wird.
Das Gebäude ist als klar gegliederter Baukörper konzipiert, dessen Geometrie sich an den prägenden Achsen des Standorts orientiert: den Bahngleisen, der Rue de la Déportation und dem Pont d’Alsace. Diese präzise Setzung ermöglicht es dem Projekt, mit seiner Umgebung in einen Dialog zu treten und zugleich die bestehende Topografie, die vorhandenen Infrastrukturen sowie den Maßstab der bestehenden und zukünftigen Nachbarbebauung zu berücksichtigen.
Die Identität des Gebäudes wird insbesondere durch die Gestaltung seiner Fassaden geprägt, die jeweils auf unterschiedliche städtebauliche Kontexte reagieren. Mit ihrer Ausrichtung zur Hauptstraße, zum Pont d’Alsace und zu den Bahngleisen bieten sie je nach Blickwinkel unterschiedliche Lesarten und stets neue Wahrnehmungen. Diese Vielfalt kommt in einer geschichteten Materialität zum Ausdruck: Ein Sockel aus perforiertem Metall verankert das Gebäude an seinem Standort, ein großzügig verglastes Erdgeschoss schafft Transparenz und öffnet sich zum öffentlichen Raum, während die Obergeschosse von Terrakotta-Lamellen umhüllt werden, die das Licht filtern, solare Wärmeeinträge begrenzen und den Fassaden Tiefe und Rhythmus verleihen.
Nachhaltigkeit bildet ein grundlegendes Prinzip des Entwurfs. Bereits in den ersten Planungsphasen wurden die Aspekte Energieeffizienz, Umweltperformance, Nutzungsflexibilität und Wohlbefinden der Nutzer ganzheitlich berücksichtigt. Das Projekt trägt damit den zukünftigen Veränderungen der Arbeitswelt Rechnung und bietet eine Architektur, die sich sowohl räumlich als auch funktional langfristig anpassen lässt.
Die modulare Tragstruktur aus Brettsperrholz (CLT) ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Gestaltung der Innenräume. Die Geschossflächen können frei als Einzel- oder Gruppenbüros, Open-Space-Bereiche oder unabhängige Nutzungseinheiten organisiert werden und eignen sich somit für unterschiedliche Belegungsmodelle und Nutzungsformen. Dieses Konstruktionsprinzip trägt zugleich zur Optimierung des Ressourceneinsatzes und zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks bei.
Die Materialwahl folgt einem hohen Qualitätsanspruch und verbindet architektonische Qualität, Langlebigkeit und geringe Umweltauswirkungen. Für das Gesamtprojekt werden hochwertige Zertifizierungen wie BREEAM und WELL angestrebt, die sowohl die energetische Leistungsfähigkeit als auch die Qualität der Räume für die Nutzer gewährleisten.
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das Jahr 2028 vorgesehen.